Dortmund schützt den Andenbär

 

WWF und Zoo Dortmund starten Zusammenarbeit zum Schutz der einzigen Großbären Südamerikas

Der Zoo Dortmund und der WWF haben sich zum Schutz der Andenbären zusammengetan und das „Team Andenbär Dortmund“ gegründet. Ziel der  Kooperation ist es, sowohl die wildlebenden Andenbären in Südamerika zu schützen als auch ihren Artgenossen im Zoo Dortmund zu helfen. Hierzu soll das Bärengehege in den kommenden Monaten umgebaut und auf die dreifache Größe erweitert werden. Zeitgleich arbeitet der WWF in Südamerika am Erhalt des Lebensraumes der Tiere, damit die einzige Großbärenart des Kontinents auch in der Wildnis eine Zukunft hat. Zoo und WWF suchen ab sofort Menschen, die das „Team Andenbär Dortmund“ unterstützen möchten.

„Der Zoo Dortmund und der WWF Deutschland bündeln ihre Kräfte, um die gefährdeten Andenbären zu schützen. Der Zoo sensibilisiert hier vor Ort in Dortmund für die Bedrohung der Tiere, während der WWF in ihrer südamerikanischen Heimat für wirkungsvollen Schutz sorgt“, sagt Tania Roach, Geschäftsleitung Marketing beim WWF Deutschland.

„Mit dem umfangreichen Ausbau unseres Bärengeheges sorgen wir dafür, dass unser bislang allein lebender Andenbär Moritz bald Gesellschaft bekommen kann. Gleichzeitig schaffen wir eine Aussichtsplattform, von der unsere Besucher das Verhalten der Tiere viel besser beobachten können. So können wir uns im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms an der Nachzucht dieser gefährdeten Art beteiligen und die Menschen noch besser über die Schutzbedürftigkeit der Bären informieren“, so Dr. Frank Brandstätter, Direktor Zoo Dortmund. Auf der neuen Anlage werden zudem neue Kletterbäume, ein Wasserbecken sowie Unterschlupf- und Spielmöglichkeiten für die Andenbären integriert.

In Südamerika machen dem Andenbär vor allem der Verlust seines Lebensraumes und Konflikte mit Menschen zu schaffen. Mittlerweile ist die auch als Brillenbär bekannte Art auf der Roten Liste als gefährdet verzeichnet. Die Abholzung der Wälder und die damit schwindende Nahrungsgrundlage treiben die Tiere dazu, auf Plantagen und Äckern auf Nahrungssuche zu gehen. Jedes Jahr endet dies für hunderte Bären tödlich. Der WWF unterstützt die Bauern in Peru, Kolumbien und Ekuador darin, ihre Landwirtschaft ergiebiger zu betreiben, damit sie weniger Wälder roden müssen. Zudem finanzieren die Umweltschützer Wildtierbrigaden, die die lokale Bevölkerung vor den Bären warnen, um so Konflikte zu vermeiden. Außerdem forstet der WWF Korridore zwischen den mittlerweile zerstückelten Andenbär-Refugien wieder auf, damit die Tiere gefahrlos zwischen ihnen umherwandern können.

Wer die Projekte von Zoo und WWF unterstützen möchte kann mit einem monatlichen Beitrag ab neun Euro dem „Team Andenbär Dortmund“ beitreten. Als Dankeschön winken exklusive Vorteile, wie eine Einladung zur offiziellen Eröffnung der neuen Anlage und weitere kostenlose Besuche im Zoo. Gleichzeitig erhalten die Förderer vom WWF eine entsprechende persönliche Urkunde und werden regelmäßig über die Erfolge der Artenschutzarbeit im Zoo und in Südamerika informiert. Weitere Informationen, wie man Mitglied werden kann, erhält man an der Kasse des Zoo Dortmund oder unter wwf.de/zoo.

Weitere Informationen: Immo Fischer, Pressestelle WWF, Tel.: 030-311 777 427, immo.fischer@wwf.de; Anke Widow, Pressestelle Stadt Dortmund, Tel: 0231-50 221 35, awidow@stadtdo.de

Autor/in: Anke Widow Tel.: 0231/ 50 – 2 21 35

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